Zeche Girmscheid - Oberhonnefeld

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Zeche Girmscheid

Im Zuge der Trassenführung für die ICE-Strecke Köln-Rhein/Main wurde das Gelände zwischen dem Grubenfeld Girmscheid (Gierend) und dem Grubenfeld Georg (Willroth) zu einer bauplanerischen Herausforderung.
Neben der für den Streckenbau zu erforschenden Relevanz ergab sich die einmalige Gelegenheit, an die Bergleute - Steiger und Knappen - der Zeche Girmscheid zu erinnern und die Bergbautradition der Gemeinde Oberhonnefeld-Gierend, die über mehrere Jahrhunderte zurückreicht, ins Bewußtsein zurück zu rufen.

Die linke Skizze* und das Foto** verdeutlichen die geografische Lage der Gruben und zeigen sehr anschaulich, wie die ICE Trasse den obersten Stollen glatt durchschneidet.
Zwischen oberstem und tiefsten Stollen liegt ein Höhenunterschied von mehr als 60 Meter.

     
Daten und Fakten

Die Geschichte der Grube Girmscheid ist sehr bewegt und ist fest mit der der Grube Georg verbunden.

  • 1803 Anlage eines ersten Stollens
  • 1834 3 Stollen sind angelegt (Oberer, Mittlerer und Tiefer Stollen)
  • 1836 Nur 2 Mann Belegschaft
  • 1837 Abbau von sehr edlem Spateisenstein
  • 1846 Ein "Tiefster Stollen" wird erwogen
  • 1848 Die Grube hat 7 Mann Belegschaft
  • 1850 "Tiefster Stollen" wird angeschlagen, darin 2 Mann Belegschaft
  • 1854 Gesamte Grubenbelegschaft: 10 Mann
  • 1855 Belegschaft erhöht sich auf 14 Mann
  • 1880 Grube Girmscheid soll mit Grube Georg verbunden werden
  • ab 1890 Förderung aus dem Grubenfeld. Girmscheid wird zunehmend von der Grube Georg aus vorgenommen
  • 1897 Bedeutung des Girmscheider Stollens schwindet, Beginnender Verfall
  • 1901 Kein Abbau im Girmscheider Feld
  • 1905 Abbau in der "Girmscheid" von der Grube Georg aus
  • 1912 Erschließung des Girmscheider Gangs durch die Grube Georg
  • ab 1919 Nur noch spärliche Eintragungen im Fahrtenbuch der Grube Girmscheid
  • 1925 Ende der Eintragungen im Fahrtenbuch
  • ab 1926
  • bis 1965 Gesamter Betrieb im Girmscheider Gang ist im Gesamtbetrieb der Grube Georg integriert.
  • heute Grube Girmscheid ist aus Sicherheitsgründen geschlossen und für Publikumsverkehr nicht mehr zugänglich.

Eine vergriffene Broschüre lebt online weiter



Mit freundlicher Genehmigung des Autors Albert Schäfer präsentieren wir Ihnen die Broschüre "Die Spatheisenstein-Zeche Girmscheid im Bergrevier Wied" zum Anschauen und/oder Herunterladen im PDF-Format. Wir danken Herrn Schäfer aus Willroth vielmals für seine Erlaubnis, dieses interessante Schriftwerk hier online einstellen zu dürfen.





Zum Ansehen oder Herunterladen der Broschüre klicken Sie bitte auf das Bild. Das PDF-Dokument wurde uns dankenswerter Weise von der Firma Druckerei Mohr aus 56587 Rengsdorf zur Verfügung gestellt.



In diesem Sinne: GLÜCK AUF !
Gesteinsabbau in Grube Girmscheid

Die folgenden Abbildungen* zeigen dem interessierten Betrachter verschiedene Gesteinssorten, wie sie im Abbau der Grube Girmscheid anfielen.
 





 
 
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