Historie - KC-Weeste-Naeh

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Von der Feuwehr zum Feuerwehrverein

Bereits im Jahre 1933 wurde die damalige Pflichtfeuerwehr der Gemeinde Oberhonnefeld-Gierend in die freiwillige Feuerwehr Oberhonnefeld-Gierend umgewandelt.
So steht es geschrieben in der Festschrift zum 40. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Oberhonnefeld-Gierend, das im Rahmen eines Verbandsfeuerwehrtages vom 25. - 28. Mai 1973 in der Halle des heutigen Autohaus Hoffmann in Oberhonnefeld gefeiert wurde. Festprotektor war der damalige Verbandsbürgermeister Weingarten.
Die Veranstaltung zum 50. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Oberhonnefeld-Gierend fand vom 27. - 29. Mai 1983 in Oberhonnefeld statt. Festprotektor war der damalige Verbandsbürgermeister Rolf Lück.
In dieser Festzeitschrift sind als Gründungsmitglieder folgende Namen angegeben:
  • Karl Ehlscheid, Oberhonnefeld
  • Richard Dreydoppel, Oberhonnefeld
  • Otto Kaul, Gierenderhöhe
  • Otto Hild, Gierenderhöhe
  • Julius Born, Gierend
  • Friedrich Kutscher, Gierend
  • Richard Puderbach, Gierend
  • Otto Mertgen, Gierend
  • Friedrich Wilhelm Henn, Gierend
  • Otto Lehnert, Oberraden
  • Peter Gärtner, Anhausen/Peterhof
Leider sind so gut wie keine Unterlagen aus den Anfangsjahren der Freiwilligen Feuerwehr Oberhonnefeld-Gierend vorhanden, sodas hierüber auch nichts weiter berichtet werden kann.
Wehrführer war seit 1971 Karl-Hans Dittrich. In den letzten Jahren hatte die Feuerwehr immer um die 20 aktive gut ausgebildete Feuerwehrmänner. Größere Einsätze blieben der Feuerwehr sowie auch der Bürgerschaft der Gemeinde zum Glück erspart. Die Freiwillige Feuerwehr Oberhonnefeld-Gierend wurde im Rahmen einer Umbenennung zum Löschzug (LZ) Oberhonnefeld-Gierend der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Rengsdorf.
Mitte der 90er Jahre bekamen dann die kommunalen Sparzwänge auch die Verbandsgemeinden zu spüren. Die Schrumpfung der finanziellen Haushaltslage veranlasste den Bürgermeister und die Wehrleitung eine Zusammenlegung der Löschzüge der Verbandsgemeinde Rengsdorf durchzuführen.
Vermutlich wegen Konzeptlosigkeit wurde deshalb - allerdings erst nach dem Baubeginn des neuen Feuerwehrhauses in Straßenhaus - darüber nachgedacht, den LZ Oberhonnefeld-Gierend mit dem LZ Straßenhaus zusammenzulegen. Etwas später hieß es dann, es sollte eine Zusammenlegung mit dem LZ Oberraden erfolgen. Durch falsche bzw. gar keine Weitergabe von Informationen entstanden extreme Spannungen bei den aktiven Wehrleuten. Man war schon für die Sparmaßnahmen und Zusammenlegungen aber dann mit Konzept z.B. mittelfristig mit einem gemeinsamen Feuerwehrhaus in der Mitte der drei Löschzüge Oberhonnefeld, Oberraden und Straßenhaus. Man fühlte sich an der Nase herumgeführt.
Auch das schriftliche Bemühen der Wehrführung mit Vorschlägen wie die Löschzüge Oberhonnefeld, Oberraden und Straßenhaus mittelfristig zusammenzulegen wären, blieb leider ohne Erfolg und unbeantwortet.
Wie man dann in Herbst 1996 der Presse entnehmen konnte, wurde dann per Dienstanweisung des Dienstherren und Verbandsbürgermeisters die Zusammenlegung des LZ Oberhonnefeld-Gierend mit dem LZ Oberraden angeordnet. Daraufhin quittierten 13 Kameraden ihren Dienst und 6 Kameraden wechselten zum LZ Oberraden.
Dies war dann bei der nächsten Jahreshauptversammlung Anfang 1997 sozusagen die Geburtsstunde des Feuerwehrvereins Oberhonnefeld-Gierend, der auf seinen T-Shirts die Aufschrift „Ausgelöscht ? – Wir nicht !" trägt. Alle waren sich einig, zukünftig als Verein weiter zu bestehen. Toll war es auch, das alle aktiven Kameraden mit dabei waren. Es gibt wohl keinen besseren Beweis für die über Jahre gewachsene gute Kameradschaft.
Viele gemeinsame Übungen und Lehrgänge, der Erwerb von Leistungsabzeichen und erfolgreich durchgeführte Einsätze schweißen zusammen.

Auch der gesellschaftliche Teil, in den immer auch unsere Frauen einbezogen waren, hat den Zusammenhalt über die Jahre gestärkt.
Mehrtagestouren in viele Regionen Deutschlands, berüchtigte Herrentouren und eine wohl „legendäre" Floßfahrt auf der Wied stehen da nur als Beispiel. In dieser Tradition sollte weiter gemacht werden.
Aber Reisen und Feiern alleine hält keinen Verein zusammen. Ein Verein braucht eine Aufgabe, ein gemeinsamenes Ziel.

Nach dem Wegfall des feuerwehrtechnischen Teils war man sich einig, die breit gestreuten Erfahrungen und Fähigkeiten zum Nutzen der Ortsgemeinde einzusetzen.
Durch die Öffnung des Vereins, für alle die Anschluß an eine aktive, gesellige Gruppierung suchen aber auch bereit sind sich engagieren, ist die Zahl der Mitglieder auf über 30 angestiegen. Der Bezug zu feuerwehrspezifischen Aktivitäten ist dabei nach und nach in den Hintergrund getreten.

Seither hat sich herausgestellt, daß der Zusammenhalt auch ohne den aktiven Feuerwehdienst bestehen blieb, und mit dem richtigen Spaß an der Sache ein aktives Vereinsleben aufgebaut werden konnte.

Einige Beispiele für diese Aktionen sind:

1997: Durchführung der Bewirtung beim „Dorfwiesenfest", das die Ortsgemeinde unter dem Motto: "50 Jahre Rheinland Pfalz - und wir feiern mit" ausgerichtet hat.
1997: Aufbau und Abbrennen des Martinsfeuers für das Kirchspiel Honnefeld
1998: Mehrtagesfahrt nach Neunkirchen am Großvenediger
1999: Besichtigung des Braunkohle-Tagebaus in Gatzweiler mit anschließendem Altstadtbummel in Köln.
2000: Durchführung des Thekendienstes anläßlich des Sängerfestes zum 125-jährigen Bestehen des MGV Oberhonnefeld Gierend
2000: Mehrtagesfahrt nach Suhl im Thüringer Wald. Am Rückweg Besichtigung von Rollfeld und Flughafenfeuerwehr des Rhein-Main Flughafens in Frankfurt.
2001: Aufbau und Abbrennen des Martinsfeuers für das Kirchspiel Honnefeld2002: Waldsäuberungsaktion, bei der mehrere Anhänger Müll aus Wald und Flur in der Nähe der neuen Bahntrasse entfernt wurden
2002: Mehrtagesfahrt nach Varel an der Nordsee. Am Rückweg Besichtigung der Meyer Werft in Papenburg.
2003: Diensteinsatz beim Karnevalsverein Oberhonnefeld-Gierend
2004: Mehrtagesfahrt nach Eichstätt im Altmühltal. Verschiedene Reinigungs- und Säuberungsarbeiten im Bereich der Ortsgemeinde.
2006: Mehrtagesfahrt nach Kaufbeuren im Allgäu.
2008: Mehrtagesfahrt nach Hameln im Münsterland.
2010: Mehrtagesfahrt nach Bregenz am Bodensee.
2012: Mehrtagesfahrt nach Werningerode im Harz. Auf dem Heimweg wurde das VW-Werk in Kassel/Baunatal besichtigt. Reinigungs- und Säuberungsaktionen in Wald und Flur sowie am Feuchtbiotop der Ortsgemeinde.
Im Frühjahr 2013 wurde das Feuchtbiotop der Gemeinde in der Höllsbach kultiviert. Als Herrentour wurde der ehemalige Regierungsbunker im Ahrtal besichtigt.
Für 2014 ist eine Mehrtagesfahrt nach Münster/Westfalen in Planung.

Daneben treffen wir uns noch mehrmals im Jahr zu Frühschoppen oder besuchen befreundete Feuerwehren zu speziellen Anlässen, so daß wir im Mittel auf 5 bis 6 Zusammenkünfte pro Jahr kommen
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü