Chronik - Oberhonnefeld

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Unser Ort
Die Dorfchronik von Oberhonnefeld

Die Ortschronik als Buch

Chronik-als-buch"Von Hunnenweld und Gerode nach Oberhonnefeld-Gierend" lautet der Titel der Chronik von Oberhonnefeld-Gierend in Buchform.
Die Herausgeber schildern historische Ereignisse, Abläufe und Persönlichkeiten der Geschichte der Gemeinde.

Das Buch kostet € 16,50 und kann bei der Bürgermeisterin Rita Lehnert, Bergstr. 9 in Oberhonnefeld erworben werden.

Aus der Schulchronik von Oberhonnfeld

"In früheren Zeiten war Gierend mit Zäunen umrandet. Fünf Tore öffneten sich morgens mit Knarren. Aus dem einen zog der Schäferhannes mit seiner Schafherde aufs Feld, durch ein anderes trieb der Schweinehirt seine Schweine in den Wald.
Einige Kinder mussten ihn begleiten.

Etwas abseits von allen anderen Häusern stand eine kleine Hütte. In dieser wohnte der Nagelschmied. Er schmiedete in seiner kleinen Werkstatt die Schuhnägel. Später, als auf der Gierenderhöhe die Schmiede gebaut wurde, vorlor der Nagelschmied seinen Erwerbszweig. Er ging aber in die Schmiede und verdiente den Tag über 50 Pfennig.

Gierend besteht aus zwei Dorfteilen. Ein kleiner Bach trennt sie voneinander. Als die Wasserleitungen noch nicht lagen, war in dem Tal zwischen den beiden Dorfteilen ein Weiher. Dort holten alle Bewohner ihr Wasser. An dem Bach stand ein Heilkraut, Kalmus genannt. War irgendwo eine Kuh krank, so verwendete man dieses Kraut.

Das Dorf Oberhonnefeld hatte früher drei Tore. Eines befand sich oberhalb Borns, das andere auf dem Wege nach Hümmerich und das dritte bei Hümmerichs. Der Weyerbuscherweg war rechts und links mit Bäumen umgeben. Sie waren erstens zum Schutz gegen die starken Winde und zweitens für die Grubenarbeiter der Grube Georg, damit sie sich nicht verliefen.

Gegen Feuersbrunst befand sich in unserem Dorf auch ein Brandweiher. Er lag an der Stelle des jetzigen Brunnens.

Oberhalb des Weihers stand das alte Pfarrhaus. Es wurde von dem Pfarrer Siller bewohnt. Dieser hatte viele Pferde und Kühe. Er bebaute sein Feld wie jeder andere Bauer.

An einem Abhang neben dem Pfarrhaus stand das Gemeinde-Backhaus. Dort wurden alle Kuchen der Gemeinde Oberhonnefeld-Gierend gebacken.
Die alte Schule unseres Dorfes war das spätere Haus Kleinmann neben der Kirche. An diesem Schulhaus befand sich ein Kuhstall. Eines Morgens, als die Kinder am lernen waren, rannte eine Kuh durch die Wand und schaute in den Schulsaal.

Eine der jüngsten Ansiedlungen unserer Gemeinde ist Gierenderhöhe. Die ersten Häuser standen wahrscheinlich auf den Plätzen der Familien Schmied Born, Metzgerei Neitzert, Hotel Fischer und Sattlerei Höbel.  Die Vorfahren des Schmiede Born stammten aus dem Ruhrgebiet. Der Nagelschmied hatte hinter dem Haus ein Göppelwerk.
Dieses wurde mit Hunden betrieben. In das obere Stockwerk konnte man nur über eine Leiter gelangen.

Die heutige Bundesstraße 256 befand sich in einem sehr schlechten  Zustand. Tagtäglich rollten die erzbeladene Pferdefuhrwerke über die  Straße. Einmal in der Woche kam der Fuhrunternehmer in einer Kutsche und  hatte viele Säckchen voll Taler bei sich. Es war Lohntag. Dann gab es  in der

Wirtschaft Fischer ein lustiges Treiben.
1920/21 wurde in Oberhonnefeld das Licht gelegt, 1921/22 in Gierend.
Der erste Omnibus fuhr 1910 und das erste Telefon stand 1910 in der Gastwirtschaft Blum.
1925 kamen die Dorflampen und 1911 wurden die ersten Wasserleitungen bei uns gelegt.
Das erste Radio hatte in  Oberhonnefeld, 1928 die Familie Lebro, in Gierend die Familie Hoffmann.
Die Autobahn wurde 1936 gebaut.
Im Jahr 1961 fand eine Volkszählung statt. In der Gemeinde waren 411  Einwohner, 84 Wohnhäuser, 17 Handwerker und 110 Haushaltungen.




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